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WAS IST TIERGESTÜTZTE THERAPIE?

Der Kontakt zu Tieren wirkt nachweislich heilsam auf Körper, Geist und Seele. Besonders Pferde besitzen eine einzigartige Fähigkeit, Menschen auf emotionaler, körperlicher und seelischer Ebene zu berühren und zu begleiten.

Die pferdegestützte Therapie ist eine wertvolle, ganzheitliche Ergänzung zu klassischen Therapieformen. Sie nutzt die besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier, um Entwicklungsprozesse anzustoSSen, Selbstheilungskräfte zu aktivieren und neue Perspektiven zu eröffnen.

 

Der Begriff „Reittherapie“ wird häufig als Sammelbegriff für unterschiedliche Formen der pferdegestützten Intervention verwendet. Allen gemeinsam ist, dass das Pferd als sensibler, ehrlicher und motivierender Partner den therapeutischen Prozess begleitet.

 

Dabei steht nicht das Reiten im Vordergrund. Das eigentliche Potenzial liegt in der Begegnung – im stillen Dialog zwischen Mensch und Pferd. In dieser achtsamen, respektvollen und wertfreien Beziehung entstehen Räume für Selbstwahrnehmung, Reflexion, Vertrauen und persönliches Wachstum.

Jeder Mensch trägt die Fähigkeit zur Entwicklung und Heilung in sich. Die Rückmeldung des Pferdes, seine Präsenz und die gemeinsame Bewegung auf und mit dem Pferd unterstützen diesen inneren Prozess auf ganz natürliche Weise.

Die besonderen Geschenke der Pferde

Die gemeinsame Geschichte von Mensch und Pferd reicht weit zurück. Pferde haben den Menschen auf seinem Weg durch die Jahrhunderte begleitet, geschützt, getragen und unterstützt. Daraus ist eine tiefe, fast archetypische Verbundenheit entstanden.

Noch heute verbinden wir mit Pferden Werte wie Freiheit, Stärke, Mut, Vertrauen und Sanftheit. Sie berühren unsere Emotionen auf einer tiefen Ebene und bringen uns in Kontakt mit unserer inneren Welt.

Pferde sind kraftvolle Lehrer. Mit ihrer Authentizität, Klarheit, Sensibilität und Präsenz helfen sie uns, unsere eigene Wahrheit wieder zu spüren. Sie begegnen uns ohne Urteil, ohne Erwartungen – und laden uns ein, uns selbst ehrlich zu begegnen.

Pferde kommunizieren auf einer feinen, energetischen Ebene. Während wir Menschen diesen Zugang im Alltag oft verloren haben, erinnern sie uns daran, wieder zu fühlen, wahrzunehmen und unserer inneren Stimme zu vertrauen. So entsteht wieder Verbindung – zu uns selbst und zu anderen.

Pferde leben stets im Hier und Jetzt. Und genau dort entsteht Veränderung, Entwicklung und Heilung.

 

Die Rolle der Therapeutin / des Therapeuten

Die Aufgabe der Therapeutin oder des Therapeuten ist es, einen sicheren, achtsamen und professionellen Rahmen zu schaffen, in dem sich Mensch und Tier in ihrer Begegnung entfalten dürfen.

 

Dies erfordert fundierte therapeutische, pädagogische und psychologische Fachkenntnisse ebenso wie umfassende Erfahrung im Umgang mit Pferden und solide reiterliche Kompetenz. Erst im Zusammenspiel all dieser Elemente entsteht ein Raum, in dem nachhaltige Entwicklung, Stabilisierung und Heilung möglich werden.

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