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Blau, Gelb, Action! Warum die Dual-Aktivierung® frischen Wind in unsere Therapie bringt

Wenn du im Pferdebereich unterwegs bist, hast du die blau-gelben Schaumstoffstangen und Pylonen garantiert schon mal gesehen. Michael Geitner hat mit der Dual-Aktivierung® vor Jahren die Pferdewelt erobert, um Pferde geradezurichten, ihre Koordination zu fördern und den Fokus zu schärfen.


Viele Fachpersonen nutzen sie seit langem, um die Vierbeiner abwechslungsreich zu beschäftigen und die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd zu verbessern. Aber hast du das Ganze schon mal durch die Brille der pferdegestützten Intervention betrachtet?


Falls nicht: Es lohnt sich riesig. Weniger bekannt ist nämlich, dass sich die Elemente der Dual-Aktivierung® auch gewinnbringend in der therapeutischen und pädagogischen Arbeit einsetzen lassen. Diese bunten Parcours sind ein echter Geheimtipp für die Praxis, denn sie bringen genau die Struktur, visuelle Klarheit und den Spass mit, den viele Klienten brauchen.



Was versteht man unter Dual-Aktivierung®?

Die Dual-Aktivierung® wurde von Michael Geitner entwickelt und ist ursprünglich eine Trainingsmethode für Pferde. Charakteristisch sind die blau-gelben Gassen, Stangen und Parcours, die Pferd und Mensch gemeinsam bewältigen.

Im Mittelpunkt stehen koordinative Bewegungsaufgaben, die Konzentration, Körperkontrolle und präzise Kommunikation fördern. Durch abwechslungsreiche Parcours entstehen immer wieder neue Anforderungen, bei denen Aufmerksamkeit, Orientierung und Bewegung miteinander verbunden werden.

In der pferdegestützten Intervention geht es dabei jedoch nicht darum, das klassische Pferdetraining zu übernehmen. Vielmehr werden ausgewählte Elemente der Methode genutzt und an die jeweiligen Förderziele angepasst.


Warum Blau & Gelb?

Bevor wir zu den Klienten kommen, kurz zum Hintergrund: Warum sieht das Ganze eigentlich aus wie in einer schwedischen Möbelhaus-Werbung? Weil Pferde nachweislich genau diese beiden Farben extrem gut und kontrastreich sehen können.

Beim Durchreiten oder -führen der Parcours müssen die Tiere ständig umdenken. Das reizt die linke und rechte Gehirnhälfte abwechselnd und vernetzt sie besser.

Und jetzt der Clou: Genau dieses „Gehirnjogging“ passiert auch bei unseren Klienten! Wir kopieren hier natürlich nicht stumpf das klassische Pferdetraining. Wir schnappen uns einfach die besten Elemente und bauen sie flexibel in unsere Förderziele ein.


"Perfect-Match" für die Therapie

Unsere Arbeit lebt doch davon, Bewegung, Wahrnehmung und die Beziehung zum Pferd miteinander zu verknüpfen. Die Dual-Aktivierung® liefert uns dafür das perfekte Raster. Wenn du einen Klienten durch so einen strukturierten Parcours schickst, passiert ganz viel auf einmal:

  • Der Fokus ist da: Durch die klaren visuellen Linien fällt es unheimlich leicht, die Aufmerksamkeit zu halten.

  • Planung im Kopf: „Ich muss erst durch die blaue Gasse, dann um die gelbe Pylone...“ – das fordert die Handlungsplanung, ohne dass es trocken wirkt.

  • Körpergefühl pur: Schrittlänge anpassen, das Pferd im richtigen Moment bremsen oder mitschicken, den eigenen Raum behaupten.

  • Echte Kommunikation: Das Pferd spiegelt sofort, ob das Signal verständlich war oder nicht.


Ob du nun ein Kind hast, das Hummeln im Hintern hat, oder einen Erwachsenen nach einem Schlaganfall, der seine Koordination neu sortieren muss – du kannst die Übungen so leicht oder schwer machen, wie du es gerade brauchst.

Ein Blick in die Praxis

Ein Kind führt ein Pony im Schritt durch eine Gasse aus blau-gelben Balken. Die Aufgabe ist ganz simpel: „Beim gelben Balken halten wir an. "Nimm dir einen Moment Zeit, spür mal in deine Füsse hinein – stehst du stabil? Und dann gehen wir ganz entspannt weiter.“

Schon bei dieser reduzierten Übung passiert unheimlich viel im Körper. Durch die visuelle Begrenzung der Gasse bekommt das Kind einen klaren Raum vorgegeben, der ihm Halt bietet. Es lernt, das eigene Tempo zu regulieren, sich auf den eigenen Körper zu fokussieren und gleichzeitig die Körpersprache des Ponys wahrzunehmen. Wenn das Kind beim Anhalten selbst zur Ruhe kommt, überträgt sich das direkt auf das Pferd. Das ist pure Körperwahrnehmung und Beziehungsarbeit – ganz ohne kognitiven Stress.



Die geheime Zutat: Das bist DU

Machen wir uns nichts vor: Schaumstoffstangen allein therapieren niemanden. Das Ganze geliengt nur, wenn du als Fachkraft die Fäden in der Hand hältst. Du bist diejenige, die aus bunten Stangen eine sinnvolle therapeutische Kulisse baut.

Dazu gehört, die Übungen genau zu dosieren, Pausen für Reflexion einzubauen und – ganz wichtig – das Pferd im Blick zu behalten. Denn nur wenn auch das Pferd entspannt und motiviert bleibt, haben wir eine echte, ehrliche Co-Therapie.


Bock drauf, das selbst auszuprobieren?

Die Dual-Aktivierung® erfindet das Rad nicht neu, sie macht den Methodenkoffer bunter, strukturierter und motivierend. Wenn du Lust hast, mal die ausgetretenen Pfade zu verlassen und deinen Klienten (und Pferden!) neue Impulse zu geben, dann probier es aus.

Falls du das Ganze nicht alleine im stillen Kämmerlein austüfteln willst: In unserer Fortbildung „Dual-Aktivierung in der pferdegestützten Intervention“ machen wir genau das. Wir schleppen Stangen, bauen Parcours, entwickeln konkrete Übungsreihen für deine Zielgruppen und testen alles direkt am Pferd. Ohne starre Dogmen, dafür mit viel Praxis, Austausch und Spass.


Schnapp dir deine Stallschuhe und sei dabei – wir freuen uns auf dich!





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